Parkett verlegen2018-08-23T07:35:52+00:00

Parkett verlegen

Beim leimlosen Verlegesystem werden die einzelnen Dielen einfach nur ineinander geklickt. Klick für Klick reiht sich eine Diele stabil an die andere. Dank der leichten Handhabung dieser Technik geht die Verlegung schnell und unkompliziert.

Natürlich und gesund wohnen mit Parkett

Damit Sie Ihr wertvolles Parkett lange Zeit in Bestform genießen können, sollten Sie vor der Verlegung folgende wichtige Hinweise beachten:

Die Hygroskopizität zählt zu den natürlichen Eigenschaften von Holz. Das bedeutet, dass Holz seinen Feuchtigkeitsgehalt an seine Umgebung anpasst. Diesen Vorgang bezeichnet man als das Arbeiten des Holzes (Quellen und Schwinden).

Vorbereitung Sun Wood Parkett

Eine gründliche Verlegevorbereitung ist die Basis für ein fachmännisch verlegtes Parkett. Bevor Sie mit der Verlegung beginnen, ist es unbedingt empfehlenswert folgende Vorbereitungen zu treffen:

Vergewissern Sie sich, dass der Unterboden auf dem Sie das Parkett verlegen, trocken, sauber und eben ist (3 mm auf 1000 mm).

Die Beurteilung der Restfeuchte des Untergrunds kann auf zwei Arten erfolgen:a) mit einem CM-Messgerät gemessen und protokolliertb) mittels KRL -Methode (z.B. HM-Box) gemessen und protokolliert.

Grenzwerte für CM-Messungen und KRL-Methode entnehmen Sie bitte den einschlägigen Normen bzw. erhalten Sie diese vom Estrichhersteller oder dem Hersteller des Messgeräts für die KRL-Methode. Aufgrund der Vielfalt an chemischen Modifikationen und der Neuheit der KRL-Methode ist eine einheitliche Grenzwertvorgabe nicht möglich.

Damit der Holzboden vor aufsteigender Feuchtigkeit geschützt bleibt, empfehlen wir, den Unterboden mit einer 0,2 mm starken Polyethylenfolie auszulegen. Die Folie ca. 20 cm überlappen und an den Rändern hochziehen.

Das Parkett wird mit einer Holzfeuchtigkeit von 7+/-2 % ausgeliefert. Damit wird die Funktionalität bei einem Raumklima von 30-65 % relativer Luftfeuchte und bei einer Raumtemperatur von 18°C-24°C sichergestellt. Dieses gesunde Wohnklima dient nicht nur der Werterhaltung Ihres Holzfußbodens sondern auch dem Wohl-befinden und der Gesundheit der Bewohner und ist daher einzuhalten.

Wir empfehlen Ihnen das Aufstellen eines Luftbefeuchters bei niedriger Luftfeuchtigkeit (Heizperiode) bzw. das Aufstellen eines Luftentfeuchters oder kurzes Schocklüften bei hoher Luftfeuchtigkeit, um dieses optimale Wohnklima stets aufrecht zu erhalten! Außerhalb dieses empfohlenen Raumklimas sind strukturelle Schäden nicht auszuschließen.

Der Einbau einer Fidbox erleichtert die Kontrolle des gesunden Wohnraumklimas. Die Klimawerte können bequem und automatisch per Fidbox-App abgerufen werden.

Da Holz ein Naturprodukt ist, kann es Farb- und Strukturunterschiede aufweisen – diese stellen keinen Reklamationsgrund dar. Die Parkettelemente sind vor der Verlegung auf eventuelle Mängel zu überprüfen. Bereits verlegte Ware ist von Reklamationsansprüchen ausgeschlossen.

Bei einer Verlegung in Neubauten sollten Sie die Fenster bereits einige Wochen vorher kippen. In der Übergangszeit bzw. im Winter ist es ratsam zu heizen und regelmäßig zu lüften. Es ist auf die Einhaltung des richtigen Raumklimas auch bei leerstehenden Räumen zu achten.

Vor der Verlegung sollten alle Feuchtarbeiten abgeschlossen sein (Fliesenlegen, Maler-, Tapezierarbeiten und Putzarbeiten).

Lagern Sie das verpackte Parkett in Neubauten nicht auf frischen Estrichen. Verwenden Sie Unterlagshölzer!

Öffnen Sie die Verpackung Ihres Parketts erst unmittelbar vor der Verlegung.

Beachten Sie, dass die Verlegetemperatur min. 18 °C betragen, und die Luftfeuchtigkeit unter 65 % liegen muss. Verlegen Sie immer aus mehreren Paketen gleichzeitig – für ein harmonisches Bild.

Verlegewerkzeug

Schlagklotz, Keile, Bleistift, Säge, Maßband und Winkel.

Verlegeanleitung für die schwimmende Verlegung von Klick-Parkett

  1. Legen Sie die Trittschalldämmung (oder gleichwertige) Kante an Kante auf den sauberen und verlegereifen Boden aus. Dies bewirkt ein elastisches und ruhiges Begehen des Bodens. Das Parkett wird schwimmend verlegt, die Dielen werden leimlos zusammengefügt.
  2. Beginnen Sie die Verlegung in der linken Ecke des Zimmers mit der Federseite zur Wand. Der genaue Abstand zur Wand kann später angepasst werden, wenn drei Reihen verlegt sind.
  3. Drücken Sie die zweite Diele von oben gegen die erste und legen Sie diese auf den Boden bis es hörbar klickt. Achten Sie hierbei auf die exakte Flucht der Dielen. Verlegen Sie die gesamte erste Reihe auf diese Weise.
  4. Ausgenommen die letzte Diele der ersten Reihe – diese müssen Sie unter Berücksichtigung des notwendigen Wandabstands (ca. 15 mm) zuschneiden und einsetzen. Beginnen Sie die zweite Dielenreihe mit jenem Stück, das von der ersten Dielenreihe übrig geblieben ist. Die nächste Diele längs einwinkeln und zur bereits liegenden Diele schieben. Der Dielenversatz sollte nicht kürzer als 50 cm sein.
  5. Klappen Sie die Diele unter leichtem Druck nach unten und achten Sie auf die Bündigkeit zur bereits liegenden Diele. Das Klicken signalisiert die richtige Verbindung. Drücken Sie danach die Stirnkanten nochmals nieder. Verfahren Sie bei allen weiteren Dielen gleich.
  6. Wenn die ersten drei Reihen gelegt sind, kann der Abstand des Bodens zur Wand angepasst werden. Setzen Sie Keile zwischen Fußboden und Wand für den notwendigen Randabstand von ca. 15 mm.
  7. Die erste Dielenreihe muss manchmal an die krumme Wand angepasst werden. Zeichnen Sie dazu die Kontur der Wand auf den Dielen an. Anschließend schneiden Sie die Dielen auf die richtige Breite zu. Vergessen Sie den Randabstand nicht. Die minimale Breite der ersten Reihe darf 50 mm nicht unterschreiten. Verleimen Sie die Stirnstöße und verkeilen Sie die erste Reihe danach wieder in der richtigen Position.
  8. Für Heizungsrohre bohren Sie Löcher in die Dielen. Die Löcher müssen min. 20 mm größer sein als der Durchmesser des Rohres. Sägen Sie wie im Bild dargestellt. Ist die Diele montiert, das ausgesägte Stück anleimen und das Loch mit einer Rohrmanschette abdecken. Wenn die Türzarge abgesägt werden muss, dann verwenden Sie ein Stück Diele als Höhenmaß.
  9. Die letzte Dielenreihe wird unter Berücksichtigung des nötigen Wandabstandes zugeschnitten und mit der vorletzten Dielenreihe zusammengefügt. Die letzte Reihe muss mindestens 50mm breit sein. Anschließend können die Sockelleisten montiert werden. Überbrücken Sie die Übergänge zu anderen Räumen mit Übergangs- oder Abschlussschienen.
  10. Die Dielen können, falls nötig, von beiden Richtungen verlegt werden und sind auch einfach wieder aufzunehmen. Das erleichtert die Verlegung an schwierigen Stellen. Kann eine Diele nicht eingewinkelt werden, z.B. unter Türzargen und niedrig hängenden Heizkörpern, verfahren Sie so: die Verriegelungs-Nase mit einem Stemmeisen entfernen (10a). Danach Weißleim angeben und die Diele horizontal an ihren Platz schieben (10b).
  11. Die Demontage erfolgt durch Hochheben (11a) der ganzen Reihe und leichtes Klopfen an der Längsverbindung. Dadurch wird die Längsverbindung gelöst. Die Querverbindung kann durch horizontales Schieben (11b) wieder geöffnet werden (NICHT HOCHHEBEN).
Verlegeanleitung Parkett schwimmend

Vollflächige Verklebung

Wir empfehlen Ihnen, die vollflächige Verklebung von einem Fachmann durchführen zu lassen. Sollten Sie sich für eine selbstständige Verlegung entschließen, beachten Sie bitte die Verlegevorbereitung sowie unsere Verlegetipps!

Je nach Beschaffenheit des Unterbodens sind Vorbehandlungen (Voranstrich, Spachtelungen) laut Herstellerangabe nötig. Die Festigkeit des Estrichs muss ausreichend hoch sein. Verwenden Sie nur Klebstoffe, die ausdrücklich für
die vollflächige Verklebung von Fertigparkett geeignet sind. Wir empfehlen emissionsarme, wasser- und lösemittelfreie Kleber, folgen Sie hier den Vorgaben des Klebestoffherstellers.

    1. Mit der Verlegung wird in der linken Ecke begonnen. Die erste Dielenreihe wird mit der Nutseite zur Wand gerade ausgerichtet. Bei langen Distanzen mit einer Richtschnur prüfen.
    2. Ca. 10 mm Wandabstand einhalten.
    3. Tragen Sie den Klebstoff mit einer Zahnspachtel laut Herstellerempfehlung nur auf die gleich zu belegende Fläche auf. Die offene Zeit des Klebers darf nicht überschritten werden.
    4. Legen Sie das Parkett in das Klebstoffbett ein. Durch Andrücken erzeilen Sie eine gute Klebstoffbenetzung. Bei Nut/Feder-Dielen ist an den Stirnseiten eine H-Verleimung vorzunehmen. Der Leimauftrag erfolgt an der Nutoberseite. Achten Sie darauf, dass kein Klebstoff auf die Oberfläche des Parkett gelangt.
    5. Sobald die ersten drei Reihen verklebt sind, sollten Sie den Klebstoff über Nacht abbinden lassen und erst am nächsten Tag die Verlegung fortführen.
    6. Für eine optimale Kleberaushärtung sollte das fertig verlegte Parkett 48 Stunden lang nicht betreten werden. Wir empfehlen, die Randbereiche mit Gewichten zu beschweren.

Verlegung auf Fußbodenheizung

Parkett eignet sich für die Verlegung auf Fußbodenheizung, wenn diese fachgerecht ausgeführt ist. Parkett hat einen günstigen, das heißt weder zu hohen, noch zu niedrigen Wärmedurchlasswiderstand. Ein Holzfußboden ist auch bei einer nicht eingeschalteten Fußbodenheizung ein fußwarmer Bodenbelag. Das Quell- und Schwindverhalten von Mehrschichtparkett gegenüber Massivparkett ist um ein Vielfaches geringer. Holzarten wie Ahorn oder Buche reagieren bei ungünstigen Klimaeinflüssen sehr schnell. Bei diesen Holzarten kann daher eine stärkere Fugenbildung auftreten. Wir empfehlen daher Holzarten mit einem niedrigeren Quell- und Schwindverhalten einzusetzen (wie z.B. Eiche). Die Oberflächentemperatur des Parketts darf 29 °C an keiner Stelle im Raum überschreiten. EN 15251:2012 „Eingangsparameter für das Raumklima zur Auslegung und Bewertung der Energieeffizienz von Gebäuden – Raumluftqualität, Temperatur, Licht und Akustik“ empfiehlt für ein gesundes Raumklima eine jahreszeitlich bedingt relative Luftfeuchte von ca. 30 % bis ca. 65 %. In diesem Bereich zeigen sich die natürlichen holztypischen Erscheinungen wie Fugen, Risse oder Schlüsselungen in mäßiger Ausprägung. Der Einbau einer FIDBOX ist je Wohneinheit, mindestens aber ein Mal je 100 m² Fläche empfohlen, die FIDBOX registriert über Jahre das Raumklima unter und im Parkettboden. Ein Maßnahmenprotokoll für Heizestriche ist unbedingt erforderlich.

Verlegearten

Verschiedene Verlegearten bieten noch zusätzliche Individualisierungsmöglichkeiten. Klassischer Schiffsboden, Englischer Stil oder zeitlos modern, zu welchen „parallel“ und „parallel versetzt“ zählen, sind nur einige Verlegearten die für Sun Wood Parkett in Frage kommen.

Maximale Größen für die Bodenverlegung

  • Bei schwimmender Verlegung: max. Breite 10 m, danach muss eine Dehnfuge eingeplant werden
  • Bei vollflächiger Verklebung max. 1000 m² Gesamtfläche
  • Randabstände, Wandabstände, Abstände zu fixen Bauteilen wie Geländersteher o.ä. müssen eingehalten sein

Gewährleistung

Grundsätzlich bieten wir auf Sun Wood Parkett die gesetzliche Gewährleistung nach Österreichischem Recht. Zusätzlich bieten wir, auf Wunsch und auf Basis einer schriftlichen Vereinbarung eine 10 jährige Gewährleistung auf das Mehrschichtparkett.

Die Gewährleistung bezieht sich ausschließlich darauf, dass der Parkett im Verbund funktionstüchtig bleibt und sich nicht auflöst. Die Voraussetzung dafür ist, dass der Boden nach unserer Verlegeanleitung verlegt und nach unseren Pflegehinweisen gepflegt wurde.

Für Kratzer und andere Beschädigungen an der Oberfläche und deren Folgewirkungen wird keine Garantie oder Gewährleistung übernommen.

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